Ausgedacht hat sich das die unverheiratete und kinderlose Lehrerin Anna Jarvis. Als ihre Mutter im US-Staat Virginia im Jahre 1905 verstirbt, bittet sie den Pfarrer zum Todestag über die Bedeutung von Müttern in der Gesellschaft zu predigen.
Drei Jahre später, in denen die Lehrerin zig Briefen an Kirchenmänner und Politiker schrieb sowie in Zeitungsartikeln für ihre Idee wirbt, findet der erste offizielle Muttertag statt. Am zweiten Maisonntag 1908, dem dritten Todestag von Ann Jarvis – in der St. Andrew’s Methodist Episcopal Church. Nach der Predigt verteilt die Lehrerin rote und weiße Nelken, die Lieblingsblumen ihrer Mutter. In den 1920ern springen dann die Blumenhändler auf den Zug auf und machen zum ersten Mal Werbung für Blumensträuße zum Muttertag. Zwar versuchte Anna Jarvis noch diese Entwicklung zu verhindern – doch vergebens.
Rosen, Tulpen und Chrysanthemen, Vergissmeinnicht, Maiglöckchen, Ranunkeln und Pfingstrosen – so lang ist die diesjährige Empfehlungsliste der nordrheinwestfälischen Blumenhändler. Just diese Blumen seien zum Muttertag 2012 der absolute Trend. Alles sei heimische Ware – nur rund um den Jahresbeginn würden Schnittblumen aus Übersee importiert. Und natürlich haben Blumenläden wie Bäcker am Muttertagssonntag entsprechend geöffnet.
Quelle:
http://www.derwesten.de/panorama/warum-sich-der-muttertag-nicht-um-schnittblumen-dreht-id6641594.html